1. Heizlast und Sondenlänge
Der Fachbetrieb berechnet die Heizlast nach ÖNORM und leitet daraus Anzahl und Länge der Sonden ab. Planungsgrundlage ist das ÖWAV-Regelblatt 207.
Für eine Erdwärmepumpe wird ein schmales Loch tief in den Boden gebohrt und eine Sonde eingesetzt. Hier lesen Sie, wie die Tiefenbohrung abläuft, wie tief gebohrt wird, was ein Bohrmeter kostet und welche Meldung bei der Behörde nötig ist.
Eine Tiefenbohrung ist eine senkrechte Bohrung, meist 50 bis 150 m tief, in die eine Erdwärmesonde eingebaut wird. Durch die Sonde zirkuliert Sole, die Wärme aus dem Untergrund zur Sole-Wasser-Wärmepumpe im Haus bringt. Die Bohrung ist damit die Wärmequelle der Heizung.
Fachleute sprechen auch von Erdwärmebohrung oder vertikaler Erdsonde. Gemeint ist immer dasselbe: Statt die Wärme aus der Außenluft oder aus einer großen Fläche knapp unter dem Rasen zu holen, nutzt die Anlage tiefere Bodenschichten. Dort bleibt die Temperatur über das Jahr nahezu gleich, unabhängig von Frost oder Hitze an der Oberfläche.
Die Bohrung übernimmt ein spezialisiertes Bohrunternehmen. Die Wärmepumpe im Haus plant und installiert ein Installateur oder Heizungsfachbetrieb. Beides muss zusammenpassen: Die Sonde muss so lang sein, dass sie die Wärme liefert, die das Haus an kalten Tagen braucht.
Von der ersten Berechnung bis zur angeschlossenen Sonde. Der Bohrtag selbst ist nur ein kleiner Teil des Projekts.
Der Fachbetrieb berechnet die Heizlast nach ÖNORM und leitet daraus Anzahl und Länge der Sonden ab. Planungsgrundlage ist das ÖWAV-Regelblatt 207.
Die Sonde wird in der Regel bei der Wasserrechtsbehörde angezeigt. Wien verlangt dafür etwa Pläne, Bohrprofil und Heizlastberechnung und die Meldung des Bohrbeginns mindestens zwei Wochen vorher.
Das Bohrgerät fährt auf, die Bohrung wird abgeteuft. Für ein Einfamilienhaus nennt eine deutsche Quelle 1 bis 3 Arbeitstage bei 100 bis 140 m Bohrleistung am Tag.
Die Sonde wird ins Bohrloch gelassen und der Ringraum verfüllt, damit sie guten Kontakt zum Gestein hat und die Grundwasserschichten getrennt bleiben.
Ein Graben verbindet den Sondenkopf mit dem Technikraum. Die Leitungen werden befüllt, entlüftet und auf Dichtheit geprüft.
Der Installateur schließt die Sole-Wasser-Wärmepumpe an Sondenkreis und Heizung an und nimmt sie in Betrieb.
Als Faustwert gelten laut OÖ Energiesparverband 20 bis 25 m Bohrtiefe je Kilowatt Heizleistung. Ein Haus mit 8 kW käme damit auf 160 bis 200 m, verteilt auf eine oder mehrere Sonden.
Wie viel Wärme jeder Meter liefert, hängt vom Gestein und vom Wasser im Untergrund ab. energiesparhaus.at nennt im Durchschnitt 50 bis 70 Watt Entzugsleistung je Meter, in trockenem, schlecht leitendem Boden 20 Watt oder weniger. Für 10 kW Heizlast rechnet die Seite mit rund 150 m Sonde. In Wien liegen Sonden laut einer älteren Broschüre der Stadt typischerweise zwischen 50 und 250 m.
Mehr zum Aufbau der Sonde und zur Frage, warum die Faustwerte auseinandergehen, lesen Sie unter Erdwärmesonde: Funktion und Tiefe.
Eigene Rechnung mit dem Faustwert des OÖ Energiesparverbands, Stand Oktober 2026. Die tatsächliche Länge legt die Planung fest.
Kosten, Sondentechnik, Hintergrund zur Erdwärme und eine ehrliche Liste der Nachteile.
Preis je Bohrmeter, Rechenbeispiele nach Heizlast und was im Bohrangebot stehen sollte.
Tiefenbohrung Wärmepumpe KostenAufbau, Funktion, Entzugsleistung und wie tief eine Sonde sein muss.
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Tiefenbohrung NachteileWeil eine Tiefenbohrung Grundwasser führende Schichten durchstoßen kann, ist die Wasserrechtsbehörde zuständig. Erdwärmesonden sind nach § 31c Wasserrechtsgesetz in der Regel anzuzeigen. Eine Bewilligung verlangt etwa Oberösterreich nur in wasserrechtlichen Schutz- und Schongebieten, in geschlossenen Siedlungen ohne zentrale Trinkwasserversorgung, bei gespanntem oder artesischem Grundwasser und für Sonden über 300 m. In Wien geht die Anzeige formlos an die MA 58 oder das Magistratische Bezirksamt. Bearbeitungsdauer und Gebühren sind in den Quellen nicht genannt; erfragen Sie sie bei der Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat.
Die Bohrung ist der größte Zusatzposten gegenüber einer Luftwärmepumpe. Bosch Österreich nennt € 50 bis 100 je Bohrmeter und rund € 5.000 bis 10.000 für die Erschließung. Bei Sole-Wasser-Anlagen entfallen laut derselben Quelle etwa 35 % der Kosten auf die Wärmequelle. Rechenbeispiele nach Heizlast finden Sie unter Kosten der Tiefenbohrung.
Wer eine Öl-, Gas- oder Kohleheizung oder eine Stromdirektheizung durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ersetzt, kann in der Neuauflage Kesseltausch 2026 des Bundes € 5.000 Pauschale erhalten. Für die neue Erdwärmesonde kommen € 5.000 Bohrbonus dazu. Registrieren können Sie sich vom 2.11. bis 31.12.2026, gefördert werden Leistungen ab 7.10.2026. Für 2027 ist ein Start am 4.1.2027 angekündigt, mit Antrag vor der Umsetzung; die genauen Bedingungen folgen im Dezember 2026 (Stand Oktober 2026).
Ein Formular, bis zu drei Fachbetriebe, Ihre Entscheidung.
Haus, Wohnfläche, bisherige Heizung, Grundstück und Postleitzahl. Mehr braucht es für den Anfang nicht.
Wir geben die Anfrage mit Ihrer Zustimmung an bis zu drei Betriebe aus Ihrer Gegend weiter.
Vor Ort geht es um Heizsystem, Bohrplatz, Zufahrt für das Bohrgerät und die Leitungsführung ins Haus.
Sie vergleichen Bohrmeter, Sondenzahl, Wärmepumpe und Gesamtpreis und vergeben den Auftrag selbst.
Bosch Österreich nennt € 50 bis 100 je Bohrmeter, für die Erschließung insgesamt rund € 5.000 bis 10.000. energiesparhaus.at nennt Kosten ab € 50 je Meter und hält fest, dass € 6.000 schnell beisammen sind. Den Endpreis bestimmen Bohrtiefe, Untergrund und Zugänglichkeit. Details unter Tiefenbohrung Kosten.
Erdwärmesonden für Einfamilienhäuser reichen laut energiesparhaus.at meist 50 bis 150 m tief. Als Faustwert nennt der OÖ Energiesparverband 20 bis 25 m Bohrtiefe je Kilowatt Heizleistung. Statt einer sehr tiefen Bohrung werden oft mehrere kürzere gesetzt, mit mindestens 6 m Abstand.
Für die Erdwärmepumpe selbst nennt Bosch Österreich rund € 18.000 ohne Installation. Mit Einbau und Erschließung liegen Wärmepumpen-Anlagen im Einfamilienhaus laut derselben Quelle meist zwischen € 20.000 und 40.000. Davon gehen bei einem Heizungstausch die Förderungen ab.
Die Bohrung ist teuer, braucht Zufahrt für ein schweres Bohrgerät und ist in manchen Schutzgebieten nicht erlaubt. Dazu kommt das wasserrechtliche Verfahren. Wie hoch die Wärmeausbeute im Untergrund wirklich ist, zeigt sich zudem erst beim Bohren. Mehr unter Nachteile der Tiefenbohrung.
Erdwärmesonden fallen unter § 31c Wasserrechtsgesetz. In der Regel genügt eine Anzeige bei der Wasserrechtsbehörde, eine Bewilligung braucht es nur in bestimmten Fällen, etwa in Schutz- und Schongebieten. Wie lange das dauert und was es kostet, regelt jedes Bundesland selbst.
Ja. Für eine neue Erdwärmesonde zahlt der Bund in der Neuauflage Kesseltausch 2026 € 5.000 Bohrbonus; die € 5.000 Pauschale für die Wärmepumpe gibt es zusätzlich. Voraussetzung ist der Ersatz einer fossilen Heizung, die Registrierung läuft vom 2.11. bis 31.12.2026 (Stand Oktober 2026).
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